in Clermont-Ferrand/Frankreich

18.03.2008
Jutta Neumann wurde Weltmeister im Kurzhammer mit 13,18 m

19.03.08
Jutta Neumann holt Silber im Hammer mit 38,43 m
Und Marita Horn  holt Bronze im Kurzhammer mit neuer Bestleistung 12,81m


Hier der Bericht von Jutta Neumann:
17.-22. März 2008 Clermont-Ferrand
3. Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf
Leichtathleten gewinnen 5 Medaillen bei Weltmeisterschaft


Vom 17.-22. März, fanden im französischen Clermont-Ferrand die 3. Hallen-Weltmeisterschaften mit Winterwurf statt. Etwa 3350 Aktive aus 66 Nationen kämpften um die begehrten Medaillen. Clermont-Ferrand, das Tor zum Zentralmassiv, auf den Resten eines explodierten Vulkanes zum Teil mit dessen erstarrter Lava erbaut, lud vor allem die Werfer vor der imposanten Kulisse zahlreicher tief ruhender Vulkane zum Tanz auf dem Vulkan ein.

Gold und zweimal Silber für Jutta Neumann

Und den beherrschte die in der W50 startende Jutta Neumann am besten. Wegen einer schweren Erkältung musste Jutta die DM am 2. März in Erfurt noch abbrechen und das Training für die nächste Zeit streichen. Dennoch gelang es der vom ehemaligen Hammerwerfer Thomas Grogoreck trainierten Jutta ihren 2006 in Linz errungenen WM-Titel mit dem 7.26 kg schweren Kurzhammer mit 13,18 m zu verteidigt. Fix und fertig nahm sie die Glückwünsche zum erneuten Gold entgegen. Juttas erklärtes Ziel ist aber WM-Gold mit dem 3-kg-Hammer. „So lange ich zu blöd bin, in so einem Wettkampf die Technik umzusetzen (dann fliegt der Hammer fast von alleine!), muss ich mit 38,43 m und Silber zufrieden sein."
Silber gewann Jutta auch völlig überraschend im Diskuswurf mit 29,42 m. (Sie hatte mit der fünftbesten Leistung gemeldet.) Der Tanz auf dem Vulkan in den Armen der anderen Radebeuler war besonders ausgelassen.

Bronze für Marita Horn

Auch für Marita Horn, W60, die mit dem 5 kg schweren Kurzhammerzweimal ihren eigenen sächsischen Landesrekord auf 12,81 m steigerte und wie vor zwei Jahren in Linz die Bronzemedaille gewann. "Ich habe offenbar ganz viel richtig gemacht, aber nach dem dritten Versuch, als klar war, dass mir keiner mehr Bronze nehmen kann, war die Spannung weg." Maritas Hammerwurf am nächsten Tag sollte zur Zitterpartie werden. Beim Einwerfen im glatten Ring weggerutscht, war Marita völlig verunsichert mit zwei ungültigen Würfen gestartet. Nun ging es im dritten Versuch um den Einzug ins Finale, was ihr mit 25,42 m als siebente auch gelang. Nun kämpfte Marita mit all ihrer Erfahrung um Ergebnisbereinigung. "Mit den 28,37 m und Platz 6 kann ich schon eher leben." Der Diskus-Wettkampf fiel für Marita einem Orkan zum Opfer. Dieser hatte die Wurfanlage zerstört und den Wettkampf unmöglich gemacht.

WM-Titel für Eberhard Arnold mit der deutschen Staffel

Vom Wetter unabhängig, konnte Eberhard Arnold (M75) in einer der wohl schönsten Leichtathletikhallen seinen Kampf aufnehmen. Es begann mit zwei vierten Plätzen. Über 200 m mit 36,87 s war er nicht zufrieden. «Das ging schon schneller." Auf der „Marathon"-Sprintstrecke, den 400 m, war Eberhard noch auf dem ersehnten Bronzeplalz. Doch ein Spanier hatte am Ende mehr Luft. Die wird für Eberhard besonders in der Halle zunehmend zum Problem. Getröstet wurde er von seiner Frau Edith, die nach Ihrem Superweitsprung in Linz ganz leise von der Bühne des Sportes ging. Eine Hüftoperation lässt keinen Wellkampfsport mehr zu. Am Abschlusstag über die 400 m "warm gelaufen" startete Eberhard noch in der deutschen 4x200m-Staffel. Die vier flotten „alten" Herren rannten wie um ihr Leben und gewannen mit großem Vorsprung den Weltmeistertitel. So hatte Eberhard, der Mitbegründer der Radebeuler Leichtathletik, bei den Weltmeisterschaften sein Happyend.

Jutta Neumann




Veröffentlicht am:
20:32:08 17.03.2008 

 Letzte Aktualisierung
21:15:46 21.02.2009  von
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