Zeitungsartikel Eberhard Arnold 80 Geb.

Porträt Eberhard Arnold
Das Training beginnt wie jeden Montag mit einer kurzen Absprache zwischen den Übungsleitern, der Beantwortung von Fragen einiger Eltern und dem Aufbau der Hilfsmittel zum Verbessern der heute auf dem Plan stehenden Hürdentechnik. Mittendrin auch Eberhard Arnold, der am 13. Dezember seinen 80. Geburtstag begeht.

Als Athlet, Übungsleiter und oft auch noch als Abteilungsleiter gab es in den 60er Jah­ren unter seiner Re­gie die er­sten DDR­Mei­ster im Jug­end­be­reich. Fast 750 Me­dail­len bei Be­zirks­mei­ster­schaf­ten, 26 DDR-Meister sowie 48 weitere Me­dail­len bei DDRMei­ster­schaf­ten und Klei­nen Mei­ster­schaf­ten, in den 80er Jah­ren ins­be­son­dere im Sen­ior­en­be­reich, zei­gen die sehr er­folg­reiche A­rbeit des Teams, das er um sich sch­arte und für die Leicht­ath­le­tik be­gei­ster­te. Dies ist für meh­rere Ge­ne­rat­ionen von Lei­cht­ath­leten eine dank­bare Erf­ah­rung, die weit über den Sport­platz hin­aus wirkt und die sich auch im enormen Zu­spr­uch bei den Ju­bil­äumstref­fen und in vie­len Freund­schaf­ten wider­spie­gelt.
Vor über 50 Jahren baute der Stahlbau – Ingenieur mit anderen Leichtathletik – Interessierten im damaligen „Stadion der deutsch – sowjetischen Freundschaft“ auf der Radebeuler Steinbachstraße eine Sektion bei der BSG Einheit Radebeul auf. Bald errangen die gelb-schwarz Gekleideten mit „Hassan“- Rufen angefeuerten Kinder und Jugendlichen Erfolge auf Kreis – und Bezirksebene. 1963 wurde der erste DDR – Meistertitel eines Schülers gefeiert. „Ich wollte den Kindern und Jugendlichen die Vielseitigkeit leichtathletischen Tuns beibringen, ihnen die Möglichkeit geben, Erfolge zu erzielen und ihre Freizeit sinnvoll zu nutzen. Das gelang gut und sprach sich herum, so dass in den 70er Jahren etwa 100 Mitglieder der nun in SSV Planeta umbenannten Sektion trainierten und an ca. 30 Wettkämpfen pro Jahr teilnahmen. Unter seiner fachkundigen Leitung wurden auf dem schwarzen Hartplatz und der ebenso schwarzen Aschenbahn jährlich mehrere Wettkämpfe organisiert und durchgeführt. Legendär die mit System improvisierte Entwässerung, die einmal eine Kreisspartakiade rettete, nachdem ein Regenguss die gesamte Laufbahn unter Wasser gesetzt hatte. Auch lautstarke Auseinandersetzungen über das effektivste Vorgehen dürfte manchem noch in den Ohren dröhnen.

Seit Eberhard Arnold in den Ruhestand trat, steht er fast ununterbrochen zwei – bis dreimal die Woche im Stadion oder in der Halle und unterweist Kinder im ABC der Leichtathletik, führt Talente nach einigen Jahren zu Erfolgen, die auch im sächsischen Landesverband mit zahlreichen Auszeichnungen und der goldenen Ehrennadel des Deutschen Leichtathletik- Verbandes anerkannt wurden. Auf seine ungebrochene Vitalität angesprochen, verweist der Jubilar auf jahrelange Aktivitäten (400m Hürden, Zehnkampf, 400m als erfolgreicher Seniorenläufer) und eine über 50jährige Ehe. Weiterhin Gesundheit und Kraft wünschen alle, die Eberhard Arnold kennen und schätzen gelernt haben.
(wos)



Veröffentlicht am:
23:00:00 12.12.2012 

 Letzte Aktualisierung
05:33:09 13.12.2012  von Alexander Straub
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